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Steinheben und Steinstossen


Die Steinheber und -stösser im Jahr 2011

Trainingszeiten: Im Winter spezifische Trainings gemäss Trainingsplan jeweils am Dienstag und Freitag von 20.00 Uhr bis 20.40 Uhr

Ab Beginn der Sommerzeit bis zu den Turnfesten jeweils am Dienstag und am Freitag ab 20.15 Uhr bei der Turnhalle Widi, Frutigen. Einlaufen mit den anderen Riegen ab 19.15 Uhr!
Leitung: Roman Stucki / Mario Bühler


Orientierung und grundsätzliche Informationen
(von der offiziellen Homepage des Schweizersichen Turnverbands, Link,
bzw. vom Eidgenössichen Nationalturnverband, Link)

Steinstossen und Steinheben sind historische Sportdisziplinen. Die zwei Arten von Sportspielen tauchen auf alten Stichen von Alpfesten immer auf. Dabei hat sich die grundlegende Ausübung dieser Disziplinen kaum geändert.

In den Disziplinen Steinstossen und Steinheben werden auch spezielle Wettkämpfe an diversen Veranstaltungen organisiert. Im Steinstossen gibt es innerhalb des Eidgenössischen Nationalturnerverbandes eine offizielle Schweizer Meisterschaft. Im Steinheben wird in Hemmiken (BL) seit Jahren ein spezieller Wettkampf organisiert


Steinheben

Einleitung

Das Steinheben ist eine typische Nationalturndisziplin. Es erfordert einen hohen Leistungsstand bezüglich Kraftausdauer und beansprucht jeden Körperteil. Besonders gross ist die Beanspruchung der Unterarmmuskulatur hinsichtlich des lokalen Stehvermögens. Ein technisch einwandfreier Bewegungsablauf trägt viel dazu bei, den Gesamtaufwand an Kraft niedrig zu
halten.

Das gleichmässige Training beider Körperseiten ist ein wichtiger Grundsatz. Deshalb sollte das Hauptaugenmerk auf die Schulung des schwächeren Arms gelegt werden. Ebenfalls ist es wichtig zu wissen, dass es im Wettkampftraining nicht auf die ersten Hebungen ankommt, sondern dass vielmehr die letzten Hebungen die Gesamtleistung bestimmen. In Bezug auf die Anforderungen sind Steinheben im Einzelturnen und im Vereinswettkampf zwei verschiedene Disziplinen. Im Einzelturnen wird das Gewicht für die Maximalnote, je nach Kategorie und Anlass, auf 22 bis 28 Hebungen ausgerichtet. Im Vereinsturnen stehen der 18- und der 22,5-kg-Stein zur Verfügung. Die Anzahl Hebungen ist nicht begrenzt, für die Maximalnote sind im Durchschnitt 35
Hebungen nötig. Um diese Leistung zu vollbringen, braucht es einen gezielten Trainingsaufbau.


Bewegungsablauf

Als Grundstellung wird ein der Körpergrösse entsprechender Grätsch-Kauerstand (ca. 60 cm Fussabstand) gewählt. Der
Untergrund muss fest und eben sein. Der Blick ist von der Sonne abgewendet. Das Heben beginnt mit dem Aufladen und der Positionierung des Steines auf der Hand (ca. 15 cm ab Boden). Sobald die zweite Hand den Stein nicht mehr berührt, kann mit der Hebung begonnen werden. Der Stein sollte möglichst nahe bei der Körperachse geführt werden. Die Hebung beginnt, wenn der Stein aus der Ausgangsposition angehoben und in einer gleichmässigen Bewegung über die Hochstrecke zurück in die Ausgangsstellung (ca. 15 cm ab Boden) geführt wird. Der Blick folgt dem Stein. Sobald der Stein die Ausgangsstellung erreicht
hat, quittiert der Kampfrichter die Hebung durch die Nennung der Zahl.


Bilder


Steinstossen

Beschreibung

Grundsätzlich wird im Steinstossen die Weite gemessen. Das Steinstossen präsentiert sich an Nationalturnerwettkämpfen als einfache Disziplin, wenn es von den starken Turnern ausgeführt wird. Es ist aber sehr wichtig, die Geschwindigkeit des Anlaufes mit einer guten Stosstechnik in Weite umzusetzen. Der Anlauf ist für die Wettkämpfer frei. Der Abstoss erfolgt vor einem Balkensegment. In der Kategorie A beträgt das Gewicht des Steines 15 kg. Ab der Leistungsklasse 2 bis hinunter zur Jugendklasse 2 reduziert sich das Gewicht von 12,5 kg auf 6 kg. In der Jugendklasse 1 wird mit einer 3-kg-Kugel gestossen, wie wir sie in der Leichtathletik kennen. Die Jüngsten (Kategorie «Piccolo») absolvieren ihren Nationalturnerwettkampf noch ohne die Disziplin Stossen.


Wertung

Die Weite wird ab dem Balkensegment bis zur Aufprallmarke am Boden gemessen. An den Eidgenössischen Nationalturnertagen 2005 in Aristau erreichten die Spitzenathleten mit dem 15-kg-Stein folgende Leistungen: Steve Anderhub 8,75 m, Christian Dick 8,36 m, Bruno Ettlin 8,25 m und Leo Betschart, 8,04 m. Diese Leistungen ergaben alle 10,0 Punkte, weil für die Maximalnote 8,00 m erforderlich sind. Dass aber auch kräftige Männer mit dem Steinstossen Mühe haben können, zeigt die Leistung von Bruno Müller in Aristau. Mit 7,50 m musste er sich die Note 9,0 schreiben lassen.


Links

http://www.env-afgn.ch/steinstossen/
http://www.unspunnenfest.ch