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Steinheben und Steinstossen
Steinstossen und Steinheben sind historische Sportdisziplinen. Die zwei Arten von Sportspielen tauchen auf alten Stichen von Alpfesten immer auf. Dabei hat sich die grundlegende Ausübung dieser Disziplinen kaum geändert. In den Disziplinen Steinstossen und Steinheben werden auch spezielle Wettkämpfe an diversen Veranstaltungen organisiert. Im Steinstossen gibt es innerhalb des Eidgenössischen Nationalturnerverbandes eine offizielle Schweizer Meisterschaft. Im Steinheben wird in Hemmiken (BL) seit Jahren ein spezieller Wettkampf organisiert
Einleitung Das Steinheben ist eine typische
Nationalturndisziplin. Es erfordert
einen hohen Leistungsstand
bezüglich Kraftausdauer und
beansprucht jeden Körperteil.
Besonders gross ist die Beanspruchung
der Unterarmmuskulatur
hinsichtlich des lokalen
Stehvermögens. Ein technisch
einwandfreier Bewegungsablauf
trägt viel dazu bei, den Gesamtaufwand
an Kraft niedrig zu Das gleichmässige Training beider
Körperseiten ist ein wichtiger
Grundsatz. Deshalb sollte
das Hauptaugenmerk auf die
Schulung des schwächeren
Arms gelegt werden.
Ebenfalls ist es wichtig zu wissen,
dass es im Wettkampftraining
nicht auf die ersten Hebungen
ankommt, sondern dass
vielmehr die letzten Hebungen
die Gesamtleistung bestimmen.
In Bezug auf die Anforderungen
sind Steinheben im Einzelturnen
und im Vereinswettkampf zwei
verschiedene Disziplinen. Im
Einzelturnen wird das Gewicht
für die Maximalnote, je nach
Kategorie und Anlass, auf 22 bis
28 Hebungen ausgerichtet. Im
Vereinsturnen stehen der 18-
und der 22,5-kg-Stein zur Verfügung.
Die Anzahl Hebungen ist
nicht begrenzt, für die Maximalnote
sind im Durchschnitt 35
Als Grundstellung wird ein der
Körpergrösse entsprechender
Grätsch-Kauerstand (ca. 60 cm
Fussabstand) gewählt. Der
Beschreibung Grundsätzlich wird im Steinstossen die Weite gemessen. Das Steinstossen präsentiert sich an Nationalturnerwettkämpfen als einfache Disziplin, wenn es von den starken Turnern ausgeführt wird. Es ist aber sehr wichtig, die Geschwindigkeit des Anlaufes mit einer guten Stosstechnik in Weite umzusetzen. Der Anlauf ist für die Wettkämpfer frei. Der Abstoss erfolgt vor einem Balkensegment. In der Kategorie A beträgt das Gewicht des Steines 15 kg. Ab der Leistungsklasse 2 bis hinunter zur Jugendklasse 2 reduziert sich das Gewicht von 12,5 kg auf 6 kg. In der Jugendklasse 1 wird mit einer 3-kg-Kugel gestossen, wie wir sie in der Leichtathletik kennen. Die Jüngsten (Kategorie «Piccolo») absolvieren ihren Nationalturnerwettkampf noch ohne die Disziplin Stossen.
Die Weite wird ab dem Balkensegment bis zur Aufprallmarke am Boden gemessen. An den Eidgenössischen Nationalturnertagen 2005 in Aristau erreichten die Spitzenathleten mit dem 15-kg-Stein folgende Leistungen: Steve Anderhub 8,75 m, Christian Dick 8,36 m, Bruno Ettlin 8,25 m und Leo Betschart, 8,04 m. Diese Leistungen ergaben alle 10,0 Punkte, weil für die Maximalnote 8,00 m erforderlich sind. Dass aber auch kräftige Männer mit dem Steinstossen Mühe haben können, zeigt die Leistung von Bruno Müller in Aristau. Mit 7,50 m musste er sich die Note 9,0 schreiben lassen.
http://www.env-afgn.ch/steinstossen/ |
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